Christian Rätsch & Claudia Müller-Ebeling – Vortrag & Tagesseminar

Das Gehirn des Himmels Das rituelle Räuchern mit aromatischen Harzen, Hölzern und Kräutern ist das zentrale und alle schamanischen Kulturen verbindende Element. Das Räuchern dient den Schamanen und Schamaninnen zur Erzeugung eines spirituellen ZeitRaumes, der Kontaktaufnahme zu Göttern, Dämonen, Tierverbündeten und Ahnenseelen. Die grundlegende Idee dabei ist, dass die Wesen der Anderswelt mit dem Duft des Räucherwerkes ernährt und erfreut werden.

Rituale des Heilens In allen Medizinsystemen – vom Schamanismus, über Volksmedizin bis zur heutigen Schulmedizin – werden Rituale des Heilens eingesetzt. Sie dienen dem Patienten zur geistigen Verarbeitung seiner Krankheit und haben dementsprechend psychologische und psychosomatische Bedeutung. Zu solchen Ritualen gehören das Räuchern, das Anlegen vom Ritualkleidung – ganz gleich ob Schamanenkostüm oder weißer Kittel – der Gebrauch von Ritualobjekten oder die Verschreibung von Pharmaka.